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Xhaka-Vertreter gesucht

Xhaka-Vertreter gesucht
Gegen Ingolstadt sah Granit Xhaka seine fünfte Gelber Karte der Saison und muss am Freitag in Hannover aussetzen. Wer wird ihn vertreten? FOTO: Getty Images
Mönchengladbach. Schon in Ingolstadt suchte André Schubert in der zweiten Hälfte einen Ersatz für Granit Xhaka und experimentierte auf der Sechser-Position. Ein Empfehlungsschreiben konnte keiner abgeben, um am Freitag in Hannover auf dieser Position von Beginn an aufzulaufen. Von David Friederichs

Granit Xhaka ist jemand, der ungern vorzeitig den Platz verlässt. Ganz besonders nicht, wenn der Trainer ihn auswechselt. So war ihm auch in Ingolstadt der dicke Hals anzumerken, als er zur zweiten Halbzeit im Trainingsanzug aus der Kabine kam. Nach vielen Wochen hatte er wieder eine Gelbe Karte bekommen, es war die fünfte. „Wenn er sie bekommt, dann ist es halt so“, hatte Schubert noch vor dem Spiel gesagt, schließlich wolle er einen aggressiven Sechser auf dem Platz. Als es dann soweit war, überkam Schubert doch ein wenig die Angst, Xhaka könnte sich im Spiel noch eine zweite Verwarnung einfangen und wie schon im Hinspiel vorzeitig mit Gelb-Rot vom Platz müssen. Also beugte Schubert vor und stellte um. Zunächst rückte Havard Nordtveit, der seit Wochen in der Dreierkette einen soliden Job macht, auf die Sechs - und, so die Erkenntnis aus den zweiten 45 Minuten, dort auch besser aufgehoben zu sein scheint. Zwar konnte er seine Zweikampfstärke einbringen, spielerisch aber ließ er vieles vermissen. Als auch noch Mo Dahoud vom Platz ging, fand sich plötzlich Oscar Wendt auf der Sechs wieder. Wieder musste Schubert also umstellen, wieder wirbelte er die so wichtige Position im zentralen Mittelfeld durcheinander. Und auch Wendt, der ohnehin, wie viele andere auch, einen gebrauchten Tag erwischte, wirkte ein wenig überfordert mit der neuen Aufgabe.

Bleibt nun die Frage, wie man den Ausfall Xhakas am Freitag in Hannover kompensieren soll. Mo Dahoud ist gesetzt, vermutlich dürfte sich Schubert für Nordtveit entscheiden. Aber es gibt auch weitere Optionen: Fabian Johnson zum Beispiel bekleidete die Position in Mainz durchaus ordentlich, auch Andreas Christensen durfte in manchen Spielen in der Schlussphase auch der Sechs ran.

(StadtSpiegel)