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Wechsel zum BVB: Dahoud hat sich entschieden

Wechsel zum BVB: Dahoud hat sich entschieden
Bald vereint: Mo Dahoud wird ab der kommenden Saison das Trikot von Borussia Dortmund tragen und an der Seite von Sokratis spielen wird. FOTO: Getty Images
Mönchengladbach. Schön länger kursierten die Gerüchte, jetzt ist es Gewissheit: Mo Dahoud wird Borussia Mönchengladbach im Sommer verlassen und zu Borussia Dortmund wechseln. Der VfL will das Geld in einen Nachfolger investieren. Von David Friederichs

„Mo ist die Entscheidung sehr schwer gefallen“, sagte Max Eberl nur wenige Sekunden nachdem er den versammelten Medienvertretern auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt verkündet hatte, was viele geahnt hatten: Mo Dahoud, Borussias talentierter Mittelfeldstratege wird seine Zelte am Niederrhein abbrechen und im Ruhrgebiet bei Borussia Dortmund den nächsten Schritt gehen. „Natürlich haben wir gehofft, er würde diesen Schritt mit uns gehen, aber jetzt ist die Entscheidung da und das ist auch gut so“, so Eberl, der in der Länderspielpause mit dem Deutsch-Syrer zusammengesessen und auf eine Entscheidung gedrängt hatte. Gut acht Wochen bleiben Dahoud nun, sich gebührend von seinen Fans zu verabschieden - ganz ohne den Druck, der in den letzten Wochen auf ihm gelastet hat. „Mo hat dennoch starke Leistungen gezeigt“, urteilte Trainer Dieter Hecking. Nach der Entscheidung hatte sich Hecking gestern seinen Schützling zur Seite genommen. „Ich habe ihm gesagt, er soll sich keinen Kopf machen und einen glänzenden Abgang hinlegen.“

Für Max Eberl beginnt nun aufs Neue genau die Arbeit, die ihn in den letzten Jahren ausgezeichnet hat: ein neues Toptalent zu finden und das Geld („Wir werden sehr gutes Geld verdienen.“) entsprechend zu reinvestieren. „Wir, damit meine ich Max Eberl und Steffen Korell, haben in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass wir gute Lösungen finden können. Vielleicht aber befindet sich der Nachfolger ja schon in unseren Reihen“, kommentierte Hecking die Nachfolgersuche. László Bénes hatte gegen Bayern München neun Minuten in der Bundesliga debütiert und dabei durchaus gute Ansätze gezeigt. Auch bei der U21 der Slowakei zeigte sich Bénes in guter Form, erzielte im Freundschaftsspiel gegen Serbien sogar den 1:0 Führungstreffer. „Er ist auf einem guten Weg“, sagt Hecking, der aber auch weiß, dass der 19-jährige noch Zeit brauchen wird. Eine weitere Alternative könnte Jonas Hofmann sein, der im Test gegen St. Pauli am letzten Freitag auf der Sechs spielte und für Hecking Borussias auffälligster Spieler war.

(Report Anzeigenblatt)