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Verhandlungsgeschick gefragt

Verhandlungsgeschick gefragt
Max Eberl will bei den Transfers kein Geld verschenken.
Mönchengladbach. Nachdem der Wechsel von Granit Xhaka in dieser Woche offiziell verkündet wurde, geht die Suche nach geeigneten Nachfolgern los. Neben Sebastian Rode ist auch Christoph Kramer ein Wunschkandidat der Borussen. Von David Friederichs

Dass die Tatsache, viel Geld zu haben, Verhandlungen nicht immer leichter macht, das musste Max Eberl schon einige Mal erfahren. Und so ist auch in diesem Jahr wieder Verhandlungsgeschick gefragt. „Die Verhandlungen sind härter und komplizierter“, machte er im Interview auf der vereinseigenen Homepage deutlich. Doch verschenken wolle er das erwirtschaftete Geld nicht. „Die Summen die gehandelt werden, sind teilweise utopisch“, so Eberl.

Mit Jannik Vestergaard ist sich der Sportdirektor bereits einig, die Ablöse muss mit Werder Bremen aber noch verhandelt werden. Somit wäre eine Planstelle in der Abwehr vergeben, auch Tobias Strobl, der aus Hoffenheim kommt, kann in der Defensive auf verschiedenen Positionen spielen. Für das zentrale Mittelfeld muss nach dem Abgang von Xhaka und Nordtveit ebenfalls nachgebessert werden. Ganz oben auf der Wunschliste stehen dabei Sebastian Rode vom FC Bayern und Christoph Kramer. An Rode ist aber auch Borussia Dortmund interessiert, die einen Ersatz für Ilkay Gündogan suchen. Die Ablöse von rund 8 Millionen stellt dabei kein großes Problem dar. Etwas anders gestaltet sich die Sache bei Christoph Kramer. Rund 20 Millionen sollen es sein, die Leverkusen für den Weltmeister von 2014 haben möchte. Kramer wäre mit seiner Lauf- und Zweikampfstärke die perfekte Ergänzung zu Mo Dahoud, der dadurch weiter Freiheiten in der Offensive hätte. Außerdem könnte Kramer wieder im zentralen Mittelfeld spielen, in Leverkusen wurde er zuletzt oft in der Innenverteidigung aufgestellt. Eine erste Verhandlungsrunde mit Leverkusen soll es schon gegeben haben, jetzt muss Max Eberl zeigen, dass er mit Verhandlungsgeschick eine Ablöse erzielt, bei der er kein Geld verschenkt.

(Report Anzeigenblatt)