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So wird es nichts mit international

So wird es nichts mit international
Enttäuschte Borussen nach der Niederlage in Hannover. FOTO: Getty Images
Hannover. Die Champions League in weiter Ferne, die Europa League in akuter Gefahr: Nach der erneut ernüchternden Vorstellung in Hannover ist das internationale Geschäft zwar nicht aus den Augen, aber den Ansprüchen, auch den eigenen, wurde Borussia Mönchengladbach erneut nicht gerecht. Von David Friederichs

Borussias Fans haben zumeist ein gutes Gespür für die Situation. Auch in schweren Zeiten stehen sie hinter ihrer Mannschaft, feuern sie bedingungslos an. In Hannover aber mussten auch sie nach dem Schlusspfiff ihrem Ärger Luft machen. Nur zögerlich schlich die Mannschaft in Richtung der rund 5 000 mitgereisten Anhänger. Vereinzelte klatschen mit versteinerter Miene, die meisten aber Pfiffen und zeigten auch mit ihren Gesten, dass sie so gar nicht mit dem einverstanden waren, was ihre Mannschaft da soeben geboten hatte.

In Hannover, der schlechtesten Heimmannschaft der Liga, dem abgeschlagenen Tabellenletzten, war so gar nichts davon zu merken, dass diese Mannschaft noch berechtigte Chancen auf die Champions League hat. Hannover spielte mit Einsatz, Kampf und Leidenschaft, der VfL auf der anderen Seite spielte völlig indiskutabel. Wie schon in Ingolstadt funktionierte das Kombinationsspiel so gar nicht, und ein Plan B war noch weniger zu erkennen. „Wir sind auf einen sehr leidenschaftlich agierenden Gegner getroffen und hatten dem nicht allzu viel entgegen zu bieten. Wir haben uns quasi keine Torchance erspielt, der letzte Pass kam einfach nicht an“, sagt Yann Sommer nach dem Spiel. Sommer, der beim ersten Gegentor nicht gut aussah, brachte es auf den Punkt, denn Schönreden fiel nicht nur kurz nach Schlusspfiff schwer.

Und André Schubert? Der wirkte wie schon gegen Ingolstadt hilflos. Erneut wirbelte er nach seinen Wechseln das Team auf mehreren Positionen durcheinander, stellte schon nach 20 Minuten von Dreier- auf Viererkette um. In der Halbzeit ließ sich Eberl die taktischen Ideen Schuberts erklären, die Miene allerdings sprach auch da Bände.

Wenn es eine positive Nachricht am Freitag gab, dann war es das Comeback von Martin Stranzl, der über die gesamte Spielzeit durchhielt, die Niederlage aber ebenso wenig verhindern konnte wie seine Mannschaftskollegen.

(Report Anzeigenblatt)