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Heckings neue Möglichkeiten

Heckings neue Möglichkeiten
Neuzugang Reece Oxford ist einer von aktuell fünf Innenverteidigern im Kader der Borussia. FOTO: Getty Images
Mönchengladbach. Mit der Verpflichtung von Matthias Ginter hat Borussia Mönchengladbach endgültig die Lücke im Abwehrzentrum nach dem Abgang von Andreas Christensen geschlossen. Für Dieter Hecking bieten sich nun neue Möglichkeiten. Von David Friederichs

Ob man nicht jetzt zu viele Innenverteidiger hätte, wollte ein Journalist bei der Vorstellung von Matthias Ginter wissen. „Nein“, antwortete Dieter Hecking. Vielmehr sei er froh um die große Auswahl, die ihm nun zur Verfügung stehe.

Nach dem Abgang von Andreas Christensen hatte die Borussia gleich doppelt nachgelegt. Denn schon vor der Verpflichtung von Ginter, der sicherlich die Nummer eins für den Posten an der Seite von Janik Verstergaard sein wird, hatte man ja schon das Nachwuchstalent Reece Oxford von West Ham United verpflichtet. Und der junge Engländer hatte „gute Ansätze gezeigt“ (Hecking) in den ersten Einheiten. Mit Mamadou Doucouré, der ein Seuchenjahr hinter sich hat aber nun endlich schmerzfrei zu sein scheint, und dem Wintertransfer Timothee Kolodziejczak hat Hecking sogar noch Nummer vier und fünf auf dem Zettel.

Da allerdings die Borussia in dieser Saison nur in Liga und DFB-Pokal gefordert ist, könnte es gerade auf dieser Position wirklich ein Überangebot geben. Denn, und das hatte Hecking schon in der Rückrunde gezeigt, ein eingespieltes Duo im Verteidigungszentrum trennt der Fußballlehrer ungern. Da Ginter erst nach dem Trainingslager am Tegernsee einsteigen wird, haben die Kontrahenten Zeit, ihre Bewerbungsschreiben abzugeben.

Doch nicht nur in der Abwehr gibt es einige Alternativen, auch der restliche Kader ist aktuell noch sehr breit aufgestellt. 27 Feldspieler und vier Torhüter umfasst die Spielerliste - gut möglich, dass sich bis zum Ende der Transferperiode noch der ein oder andere verabschieden könnte. „Die Kaderplanung läuft noch. Wir haben alle Transfers geschafft, die wir uns vorgenommen haben, aber wir müssen auch schauen, dass der Kader nicht zu groß wird“, sagt Max Eberl. So denke man darüber nach, den ein oder anderen noch abzugeben oder auszuleihen. „Die Pflicht haben wir erfüllt, alles was jetzt noch kommen könnte, wäre die Kür“, so Hecking.

(Report Anzeigenblatt)