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Eine Halbzeit zum Vergessen

Eine Halbzeit zum Vergessen
In der zweiten Hälfte waren die Borussen meist viel zu weit von ihren Gegenspielern und mussten sich so am Ende nur mit einem Punkt in Augsburg zufrieden geben. FOTO: Getty Images
Augsburg. Eine schwache zweite Halbzeit hat Borussia Mönchengladbach den ersten Sieg bei FC Augsburg gekostet. Eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit verhinderte ein Treffer von Sergio Cordova den Borussen einen perfekten Saisonstart. Der VfL muss ich am Ende an die eigene Nase fassen. Von David Friederichs

Mit hängenden Köpfen schlichen die Borussen vom Platz. Sie wussten, dass sie sich den ersten Sieg im siebten Anlauf beim FC Augsburg selber verspielt hatten. Gerade in der zweiten Halbzeit war Nichts mehr von dem zu sehen, was die Borussia in den ersten 135 Minuten der Saison ausgezeichnet hatte. Kaum Ballbesitz, viel zu schnelle Ballverluste und insbesondere schlampig ausgespielte Konter kosteten die Elf von Dieter Hecking drei weitere Punkte.

Schon der Start in Augsburg verlief alles andere als wünschenswert. Nach gerade einmal 35 Sekunden schloss Alfred Finnbogason den ersten Angriff der Gastgeber erfolgreich ab. Doch geschockt zeigte sich der VfL nicht. Gleich versuchte man, das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen und die spielerische Qualität auf den Platz zu bringen, die sich schon gegen den 1. FC Köln angedeutet hatte. So dauerte es nur bis zur achten Minute, ehe Denis Zakaria nach einem feinen Doppelpass mit Geburtstagskind Lars Stindl alleine aufs Augsburger Tor zulief und ganz cool zum 1:1 abschloss. Borussia war im Spiel, auch wenn sich hinten einige Lücken auftaten. Doch der Offensivmotor lief. Nach einer halben Stunde verwertet Oscar Wendt einen Abpraller von Marvin Hitz mit dem Kopf und die Borussia führte. Beinahe hätte Thorgan Hazard sogar noch auf 3:1 gestellt, doch sein Abschluss aus spitzem Winkel sprang vom Innenpfosten zurück ins Feld. Die Borussia hatte fast alles im Griff, doch ließ man anscheinend alles, was man für ein Fußballspiel braucht, in der Kabine. Augsburg übernahm sofort nach Wiederanpfiff das Kommando und die Borussia schaffte es nicht, aus den sich bietenden Räumen Kapital zu schlagen. Kaum einmal konnte ein Ball festgemacht werden, stattdessen bettelte man von Minute zu Minute mehr um den Aufgleich. „Das war nicht in Ordnung“, befand auch Torschütze Oscar Wendt, der beim Ausgleich Marcel Heller nicht an der Flanke hinderte und in der Mitte ließ sich Neuzugang Matthias Ginter von Sergio Cordava düpieren.

(Report Anzeigenblatt)