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Brutale Laufbereitschaft gefordert

Brutale Laufbereitschaft gefordert
Im Hinspiel erzielte Lars Stindl einen Treffer beim 3:1-Erfolg über den FC Bayern München. Am Samstag wird Stindl nach seiner „Auszeit“ gegen Hoffenheim wieder dabei sein. FOTO: Getty Images
Mönchengladbach. Sich nur hinter reinzustellen, wird für Borussia Mönchengladbach nicht reichen, um beim FC Bayern München am Samstag etwas mitzunehmen. Schließlich darf man dem Rekordmeister möglichst wenig Räume bieten. Was es dafür unter anderem Bedarf: brutale Laufbereitschaft. Von David Friederichs

Max Eberl fehlte bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen die Bayern krankheitsbedingt. Eberl, der sein erstes Profispiel für die Münchener machte, passte von seiner Spielweise eh eher weniger zum meist filigranen Stil des Rekordmeisters, er war mehr ein harter Arbeiter auf dem Platz, ein Kämpfer in der Defensive. Kämpfen, grätschen, laufen war seine Devise. Und genau das ist es, was Borussia Mönchengladbach am Samstag in München zeigen muss. „Wir brauchen eine brutale Laufbereitschaft, müssen an unsere Grenzen gehen. Nur so können wir die Räume zustellen, Eins gegen Eins Situationen gewinnen“, forderte Trainer André Schubert. Dennoch könnte selbst das nicht reichen. „Natürlich brauchen wir auch das nötige Quäntchen Glück“, gestand Schubert. So wie beim 3:1-Erfolg im Hinspiel in Halbzeit eins. Da drückten die Bayern und vergaben gute Einschussmöglichkeiten. „Nach der Pause aber haben wir es gut gemacht und am Ende auch verdient gewonnen.“

Einer der drei Torschützen im Hinspiel war Lars Stindl. Am letzten Sonntag gegen Hoffenheim fehlte er noch, weil er bei seiner schwangere Frau war, heute aber stieg er wieder ins Training ein und wird auch im Flieger nach München sitzen. 100 Prozent einsatzfähig sei er, sowohl körperlich als auch mental, versprach Schubert. Dafür muss Fabian Johnson passen, der aufgrund von muskulären Problemen an der Leiste nicht im Kader stehen wird. Gerade der Ausfall von Johnson wiegt schwer, weil der US-Nationalspieler nicht nur in der Offensive Akzente setzt, sondern in Zusammenarbeit mit Oscar Wendt auf der linken Seite extrem stabil in der Defensive steht.

Um defensive Stabilität zu bekommen wird die Schubert-Elf mehrere Lösungen parat haben müssen. „Wir müssen auf die unterschiedlichen System der Bayern immer eine Antwort haben“, prophezeite Schubert. Genau daran hatte er mit seiner Mannschaft in der Trainingswoche gearbeitet. Ein großes Fragezeichen steht dabei noch hinter der Aufstellung der Münchener. Im Gegensatz zum Spiel in Madrid am Mittwoch wird Bayern-Coach Pep Guardiola sicher einige Veränderungen vornehmen, der Kader der Münchener bietet aber so viel Qualität, dass man bei Borussia trotzdem vor einer schweren Aufgabe steht. Außerdem könnten die Münchener mit einem Erfolg den vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft feiern. „Wir wollen den Münchenern aber nicht die Meisterfeiern versauen. Schließlich könnten sie auch mit einer Niederlage Meister werden“, so Schubert grinsend.

(Report Anzeigenblatt)