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Borussia wird flexibler

Borussia wird flexibler
Jonas Hofmann ist eine Option in einer zentralen Dreiemittelfeld. er wäre die offensivere Variante, Tobias Strobl die defensivere. FOTO: Dieter Wiechmann
Mönchengladbach. Fünf freie Tage dürfen Borussias Profis ab heute genießen. Nach den Strapazen mit dem Trainingslager und dem Blitzturnier gestern in Osnabrück eine willkommene Erholung für die Spieler. Die erste Erkenntnis der Vorbereitung: Borussia wird flexibler. Von David Friederichs

André Schubert macht derzeit einen sehr zufriedenen Eindruck. „Wir haben unter tollen Bedingungen gut trainiert, die Stimmung im Team war hervorragend. An vielen Dingen haben wir intensiv gearbeitet, glücklicherweise hatten wir keine schweren Verletzungen“, sagte Schubert kurz vor der Rückreise aus Rottach-Egern.

Intensiv hat der Übungsleiter insbesondere an der taktischen Ausrichtung seines Teams gearbeitet. Schubert präferiert das Spiel mit einer Dreierkette. Stabilität würde diese seinem Team geben, aber auch die Möglichkeit, in der offensive deutlich flexibler zu agieren. Insbesondere die Außenverteidiger sind es, die mit ihrem Offensivdrang den Gegner immer wieder vor neue Aufgaben stellen sollen. Einer, der schon in der Vorsaison vom neuen System profitierte, war Oscar Wendt. Der Schwede ist gerne vorne unterwegs und auf der linken Seite gesetzt. Doch hat Schubert auch andere Ansätze. Ibrahima Traoré zum Beispiel. Früher als reine Offensivkraft eingeschätzt, hat er unter Schubert gelernt, auch defensiv zu denken und zu arbeiten. Mit seiner Schnelligkeit und technischen Klasse interpretiert er die Rolle des Außenverteidigers neu, bindet seine Gegenspieler meist in der Defensive.

Auch im Zentrum tüftelt Schubert an neuen Varianten. So testete er dort verschiedenen Optionen. Christoph Kramer, Mo Dahoud und Jonas Hofmann als offensivere Variante, Neuzugang Tobias Strobl anstelle von Hofmann als eher kompaktere Spielidee.

Schubert hat die Leute und die Qualität, diese Überlegungen zu testen und sie je nach Gegner auch einzusetzen. Das Trainingslager bot dazu erste wichtige Erkenntnisse.

(Report Anzeigenblatt)